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Untertitel

4. September 2026

Was Untertitelübersetzung 2026 kostet: die drei Preismodelle

Kosten der Untertitelübersetzung: eine Untertiteldatei mit Preisschild neben einem Stapel Sprachkarten

Untertitelübersetzung wird auf drei grundverschiedene Arten berechnet, und Angebote quer über diese drei zu vergleichen ist die Stelle, an der die meisten Budgets kippen. Software rechnet pro Videominute ab. Menschliche Untertitler rechnen je nach Land pro Wort, pro Minute oder pro Stunde. Selbermachen kostet kein Geld und viel Zeit.

Dieser Artikel trennt die drei Modelle, sagt, was innerhalb jedes Modells die Zahl treibt, und rechnet die zwei Fragen durch, die es tatsächlich entscheiden: wie viele Sprachen, und wie öffentlich das Video ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Modelle: pro Videominute (Software), pro Wort oder Minute (Untertitler), oder die eigenen Stunden (kostenlose Tools).
  • Der Kostentreiber ist nicht die erste Sprache — es sind die zweite, dritte und vierte. Bei Software bleiben die Kosten pro Sprache flach, bei Menschen vervielfachen sie sich.
  • Maschinelle Übersetzung einer bestehenden SRT ist der günstigste Weg überhaupt und erzeugt Timing-Verschiebungen, die du von Hand beheben musst.
  • Alles, was eine Kundin vor dem Kauf sieht, rechtfertigt einen menschlichen Durchgang. Interne Inhalte meistens nicht.
  • Vollwertige Videoplattformen kosten pro Minute mehr als reine Untertitel-Tools — weil dieselbe Minute auch gedubbte Tonspur und Lippensynchronisation enthält. Wer sie nur an Untertiteln misst, findet sie immer zu teuer.

Modell 1 — Kostenlos, bezahlt in Stunden

Open-Source-Tools wie Subtitle Edit und Aegisub, kombiniert mit einem allgemeinen maschinellen Übersetzer, kosten keine Lizenzgebühr. Sie kosten deine Zeit: Datei exportieren, durch den Übersetzer schicken, reimportieren und anschließend jede Zeile korrigieren, in der die neue Sprache nicht mehr in ihr Zeitfenster passt.

Für ein Video in eine Sprache ist das völlig vernünftig. Für fünf Videos in vier Sprachen hört es genau an der Stelle auf, vernünftig zu sein, an der du merkst, dass du dieselbe Timing-Korrektur zum zwanzigsten Mal machst.

Kostenlos ist die richtige Antwort, wenn das Volumen klein ist, der Inhalt intern bleibt und keine Marke am Ergebnis hängt.

Modell 2 — Software, berechnet pro Videominute

Untertitel- und Video-Tools rechnen pro verarbeiteter Videominute ab, meist innerhalb eines Monatstarifs mit Inklusivkontingent. Die wichtige Eigenschaft: Eine zusätzliche Sprache kostet wenig bis nichts extra, weil der maschinelle Übersetzungsschritt günstig ist, sobald die Transkription existiert.

Dieses flache Verhalten pro Sprache macht Software oberhalb einer Handvoll Videos zum Standard. Die Falle ist, Tarife am Schaufensterpreis zu vergleichen statt am Inhalt. Zwei Dinge, die du vor jeder Unterschrift prüfst:

Was als Minute zählt. Manche Tools berechnen das Ausgangsvideo einmal, andere jede Zielsprache separat. Bei einem Projekt mit vier Sprachen ist das ein Faktor 4 auf dasselbe Material.

Ob das Kontingent verfällt. Monatskontingente, die zurückgesetzt werden, sind ein anderes Produkt als Credits, die stehen bleiben — besonders relevant für Teams, deren Videoproduktion in Schüben läuft.

Zur Orientierung führen unsere Vergleichsseiten den Einstiegstarif jedes Wettbewerbers mit Quelle und Prüfdatum: Rask AI verlangt für den Creator-Tarif 60 $ im Monat für 25 Minuten, Synthesia für Starter 26 € im Monat für 10 Minuten (beide geprüft am 03.09.2026). Dublys Einstieg liegt bei 89 € im Monat für 25 Minuten, im Jahresplan bei 69 € im Monat.

Das sind keine Untertitelpreise. Dafür gibt es eine übersetzte Tonspur mit geklonter Stimme und Lippensynchronisation — die Untertiteldatei kommt mit. Womit wir beim Vergleich sind, auf den es ankommt.

Modell 3 — Menschliche Untertitler

Untertitelungsagenturen und Freelancer rechnen pro Wort, pro Videominute oder pro Stunde ab, und die Sätze schwanken je nach Sprachpaar und Land enorm. Es gibt hier keine ehrliche Einzelzahl, und jeder Artikel, der dir eine nennt, rät — hol stattdessen zwei bis drei Angebote für dein tatsächliches Sprachpaar ein.

Wissenswert ist, was du dafür bekommst. Eine professionelle Untertitlerin macht drei Dinge, die eine Maschine nicht macht: Sie kürzt die Zeile auf die Lesezeit, hält die Terminologie über eine Serie hinweg konsistent und erkennt kulturelle Bezüge, die wörtlich übersetzt Unsinn ergeben. Bei Aushängeschild-Inhalten sind diese drei der Unterschied zwischen „übersetzt" und „professionell".

Der praktische Mittelweg ist maschinell zuerst, menschlich geprüft: Die Engine erzeugt die Datei, ein Mensch korrigiert Timing und Terminologie. Das ist deutlich günstiger als Untertitelung von Grund auf und qualitativ nah dran — und es ist auch das, was die meisten Agenturen intern längst so machen.

Die Rechnung, die es entscheidet

Zwei Fragen sagen das Budget besser voraus als jede Preisliste.

Wie viele Sprachen? Eine Sprache spricht für Selbermachen oder einen einzelnen menschlichen Durchgang. Vier oder mehr sprechen für Software, weil sich dort das flache Verhalten pro Sprache aufsummiert. Der Break-even liegt niedriger, als die meisten Teams erwarten — meist bei der dritten Sprache.

Wer sieht es? Ein internes Update verträgt einen maschinellen Durchgang mit einem sichtbaren Fehler. Eine Produktseite nicht. Sortiere deine Videos in diese zwei Körbe, bevor du irgendetwas kalkulierst, und gib das Prüfbudget vollständig für den zweiten Korb aus.

Ein durchgerechnetes Beispiel. Zwölf Videos à fünf Minuten in vier Sprachen: 60 Minuten Ausgangsvideo, 240 Minuten Ausgabe. Bei einem Tarif pro Ausgangsminute ist das ein 60-Minuten-Monat. Bei einem Tarif pro Ausgabeminute sind es 240. Bei einem menschlichen Angebot sind es 240 Minuten Untertitelarbeit in vier Sprachpaaren. Die drei Zahlen sind nicht vergleichbar, und der Tarifwortlaut sagt dir, welche du bekommst.

Wenn Untertitel das Falsche sind, das du kalkulierst

Wenn du Untertitelübersetzung kalkulierst, weil das Video in einem anderen Markt funktionieren soll, kalkuliere die Alternative im selben Atemzug. Untertitel lassen den Originalton stehen; die Zuschauerin liest, während sie schaut. Synchronisation ersetzt den Ton und lässt die Augen im Bild.

Pro Minute kostet Synchronisation mehr. Pro Ergebnis — bei Produkt-, Schulungs- und Vertriebsvideos — liegt der Vergleich näher beieinander, als die Preisliste vermuten lässt, und die Untertiteldatei ist in beiden Fällen dabei. Dublys Tarife starten bei 89 € im Monat für 25 Minuten, jeder Tarif exportiert SRT und eingebrannte Untertitel, und ein kurzes Video ist kostenfrei, bevor davon irgendetwas ansteht.

Die vollständige Abwägung steht in KI-Dubbing vs. Untertitel. Der Acht-Tool-Vergleich mit Preisen, Quellen und Prüfdaten steht auf der Alternativen-Seite.

Fazit

Es gibt keinen einheitlichen Preis für Untertitelübersetzung, weil es kein einheitliches Produkt gibt. Kostenlose Tools kosten Stunden, Software kostet pro Minute und bleibt über Sprachen hinweg flach, menschliche Untertitler kosten pro Wort und skalieren linear.

Entscheide die zwei Dinge, die die Zahl wirklich treiben — wie viele Sprachen und wie öffentlich das Video ist — und das Modell wählt sich von selbst. Und prüf dann eine Zeile im Kleingedruckten: ob eine Minute das Ausgangsvideo meint oder die Zielsprache. Diese eine Zeile verschiebt ein Vier-Sprachen-Budget um den Faktor 4.

Weiterlesen: Untertitel übersetzen · Was Untertitelübersetzung ist

Das hängt vom Modell ab. Software berechnet eine Videominute innerhalb eines Monatstarifs und schlägt für zusätzliche Sprachen wenig auf. Menschliche Untertitler rechnen pro Wort, Minute oder Stunde ab, und die Sätze schwanken stark nach Sprachpaar und Land — hol Angebote für dein tatsächliches Paar ein, statt dich auf Durchschnittswerte zu verlassen. Kostenlose Tools kosten nur deine eigene Bearbeitungszeit.
Für interne Inhalte meistens ja. Für öffentliche Videos ist der maschinelle Durchgang ein Ausgangspunkt: Er erzeugt Timing, das in der neuen Sprache nicht mehr passt, und hält Markenbegriffe nicht konsistent. Maschinell zuerst mit menschlicher Prüfung ist der wirtschaftliche Mittelweg.
Weil dieselbe Minute mehr enthält als eine Untertiteldatei — eine übersetzte Tonspur mit geklonter Stimme und Lippensynchronisation. Nur an Untertiteln gemessen wirken sie immer teuer; am fertigen mehrsprachigen Video gemessen oft nicht.
Die Tarife starten bei 89 € im Monat für 25 Minuten, im Jahresplan bei 69 € im Monat. Untertitel kosten nichts extra: Jedes Projekt exportiert eine SRT-Datei und eingebrannte Untertitel in zwei Stilen mit eigener Akzentfarbe, in jedem Tarif. Ein kurzes Video lässt sich vorher kostenfrei testen.
Meist ab der dritten Sprache. Die Softwarekosten bleiben mit jeder zusätzlichen Sprache ungefähr gleich, während menschliche Untertitelung sich mit jedem Sprachpaar vervielfacht. Unter drei Sprachen ist eine Freelancerin oft günstiger und besser; darüber dreht sich die Rechnung schnell.

Über den Autor

Leon Bach

Leon Bach

Growth Marketing Manager